Richtigstellung: Guy Katz und der Mossad
Auf einigen Websites wird behauptet, ich sei ein ehemaliger Agent des israelischen Geheimdienstes Mossad. Das ist falsch.
Ich war nie für den Mossad tätig. Ich habe als Offizier im Nachrichtendienst der israelischen Armee (IDF) gedient. Das war nie ein Geheimnis. 2004 bin ich nach Deutschland gekommen, um an der LMU München zu promovieren. Heute bin ich Professor für International Management an der Hochschule München.
Die Behauptung geht auf einen Fehler der University of Nairobi zurück. Sie hat mich 2023 in der Ankündigung eines Gastvortrags fälschlich als „Former Mossad Secret Agent“ bezeichnet. Die Universität hat diesen Fehler inzwischen korrigiert: business.uonbi.ac.ke/latest-news/business-lessons-intelligence-work
Einige Portale haben die ursprüngliche Formulierung übernommen und verbreiten sie weiter, ohne die Korrektur zu erwähnen. Inzwischen erhalten auch Veranstalter, die mich einladen, Schreiben mit dieser Behauptung. Das Ziel ist durchsichtig: Wer sich gegen Antisemitismus engagiert, soll als Agent eines fremden Staates erscheinen, damit man ihm nicht mehr zuhören muss. Das ist ein altes Muster. Der Jude als heimlicher Agent ist eines der ältesten antisemitischen Bilder überhaupt.
Ich engagiere mich seit Jahren gegen Antisemitismus, als Antisemitismusbeauftragter meiner Hochschule, im Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender in Bayern und in der Kampagne „Antisemitismus? Ohne mich!“, gemeinsam mit vielen Menschen, jüdisch und nicht jüdisch. Diese Arbeit lässt sich nicht mit einer falschen Biografie entwerten. Ich führe sie fort.
Bei Fragen erreichen Sie mich gern direkt unter guy@guykatz.com.
Prof. Dr. Guy Katz